Eine weitere spannende Runde liegt hinter uns. Inzwischen haben wir schon die Runde 6. Dieses mal sah die Aussicht für das Wochenende zumindest Teilweise etwas rosiger aus. Am Samstag soll es nach einem Gewitterband gute Bedingungen zum Segelfliegen geben. Sogar mit der Möglichkeit von Wolken. Der Sonntag hingegen sah eher nach keinem Flugwetter aus.

Somit Fokussierten sich alle auf den Samstag. Morgens gab es ein Briefing, wo die Tücken des Tages kurz aufkamen. Es soll laut ein paar Modellen trotz des vielen Regens Blau werden in Oerlinghausen, etwas weiter nördlich dann mit Wolken, im Tagesverlauf sollten diese sich bis nach Oerlinghausen durchsetzen. Bei einem Blick aus dem Fenster nach dem Briefing viel schon auf: Es gab bereits Wolken. Insgesamt war der Tag deutlich feuchter als das Modell es angenommen hat. Geplant wurde in den Wetterraum Lüneburger Heide und Lingen/Niederländische Grenze. Bereits vor dem Start konnte man auf dem Sat-Bild sehen das von Norden aus deutlich mehr Feuchtigkeit rein kam als gedacht. Bei Hamburg war es bereits komplett Bedeckt. Somit wurde die Aufgabe vorm Start noch etwas angepasst auf etwa 340km: Hoya,Lingen und wieder zurück. Ein paar versuchten es direkt nach Lingen. So gegen 12 gingen die ersten Flieger in die Luft. Man merkte sofort, dass trotz der guten Optik, die Steigwerten dem nicht entsprechen. Es war noch zu Nass vom Vortag, was den ersten Teil durch das Weserbergland nicht einfacher macht. Es wurde sich wacker durchgekämpft. Bei dem Blick auf das Sat-Bild trat schon Ernüchterung ein, die Wende nach Hoya scheint ein schwerer Brocken zu sein. Michael Elvermann der deutlich früher gestartet war schaffte es über Lingen nach Hoya und wieder nach Achmer. Dort meldete er bereits es wird kniffelig. Nachdem Thomas Rieneck mit der EB28 bereits abdrehte trauten Felix Huttel und Lukas Brune sich dennoch die Wende anzunehmen, beide waren zu der Zeit die letzten bei denen die Angemeldete Aufgabe noch realistisch erschien. Bei wenig Sonneneinstrahlung wagten sie den Sprung, trafen dabei Familie Robeck welche dort ebenfalls tief versuchten nicht den Motor an zu machen. Beiden gelang es die Wende zu nehmen und langsam Richtung Lingen in das bessere Wetter zu fliegen. Lukas schaffte den weg nicht ganz und landete in der Nähe von Petershagen auf einem Maisfeld. Felix hingegen nutzte die paar Gleitzahlpunkte mehr der ASW27 und gut 5 Gleitzahlpunkte optimal aus und kam noch südlich von Diepholz an das gute Wetter. Dort wurde er dann richtig schnell unter einer Aufreihung, welche er von Diepholz bis Lingen ohne Kreis flog. Auch der Weg nach Oerlinghausen ging dann richtig schnell, bis er dann seine letzte Wende in Vinsebeck noch anflog. Das Wetter wurde dort etwas schwächer und der Weg nach Hause wurde noch ein letztes Mal spannend. Nach einem kurzen Absitzer hatte er schnell Endanflugshöhe und schaffte es erfolgreich nach Oerlinghausen. Als einziger mit einem angemeldeten umrundeten FAI-Dreieck erreichte er 150,16pkt und damit in beiden Kategorien die meisten Punkte aus Oerlinghausen. Dicht gefolgt von Jan Merettig der mit Moritz Beuth unterwegs war. Diese entschieden sich wie viele andere erst nach Lingen und dann in Richtung Heide fliegen zu wollen. Für die Geschwindigkeit jedenfalls ein Glücksgriff. Als sie in Lingen ankamen haben sie bereits beobachtet, dass die 2 Wende in Lüneburg unrealistisch ist und haben sich kurzerhand für ein Jojo unter den Aufreihungen in NordWest-SüdOst Richtung entschieden. Dabei mussten sie nicht so viel Kreisen und es ging vernünftig voran. Dabei erflogen sie 141,54pkt. Der dritte im Bunde war Tobias Blaum, welcher auf einer Mischroute unterwegs war, es ging zuerst ebenfalls nach Lingen, danach allerdings einmal nach Bückeburg und wieder Richtung Westen bis kurz hinter Achmer. Von dort aus dann nach Hause. Dabei erflog er 141,41pkt und nur marginal weniger als Jan/Moritz. Alle 3 erflogen auch die 3 Punkthöchsten Flüge in beiden Kategorien in der DMSt-Bundesliga.
Der Sonntag brachte dann wie erwartet geregnet und es ist keiner geflogen. Lediglich Christian und Thorgen, allerdings in Schweden.

Was macht die eigentlich? Nachdem wir die Runden zuvor aufgrund des super Wetters in Süddeutschland etwas runtergerutscht sind. Hat sich die Lage dieses Wochenende etwas verbessert. In Süddeutschland war es schlechter und somit schafften wir es mit dem Rundenplatz 9 eine gute Platzierung zu erzielen. In der Gesamtwertung ging es wieder 2 Plätze aufwärts auf den Platz 17.
Im TSC sieht das Rundenergebnis wie folgt aus:
Platz 1 Felix Huttel 150,16pkt
Platz 2 Jan Merettig 141,54pkt
Platz 2 Tobias Blaum 141,41pkt