Teuto-Speed-Cup Runde 16

Es war an der Berichte Front dieses Jahr etwas ruhiger als üblich. Der letzte Bericht kam zur Runde 10, wo wir nicht alt zu weit von den Abstiegsplätzen entfernt waren. Seitdem war das Wetter besonders den Juli über sehr bescheiden. Viele waren auf Wettbewerben unterwegs, wo sie mit 0-2 Wertungstagen wieder Heimgefahren sind. Dennoch stehen wir nun nach 16 Runden auf dem Gesamt Platz 10. Dafür wurde unermüdlich von Oerlinghausen und verteilt in Deutschland geflogen, was das Zeug hielt.

Kommen wir nun zurück zur vergangenen Runde 16. Beide Tage sollten gut fliegbar werden. Für den Samstag stand der 21-Cup wieder auf dem Programm, nach der guten Resonanz im letzten Jahr haben Svenja, Alex und Christian eine erneute Ausrichtung angestrebt. Das Wetter Samstag war zwar fliegbar, aber stark windig mit späten Thermikbeginn. Der Sonntag sollte der deutlich bessere Tag werden, sogar mit schönen Wolken, allerdings vielleicht auch einzelnen Überentwicklungen.

Das Wetterbriefing am morgen hielt Christian im Rahmen des 21-Cup ab. Die Aufgaben Idee: Oerli, Detmold, Borgholzhausen, Oelde, Oerli. Gestartet werden sollte frühstens um 13 Uhr. Es sollte spät losgehen und früh aufhören. Eine gute Kombination. Bereits um kurz vor 13 Uhr ließ sich erahnen, dass es ein paar mehr Wolken als zunächst angenommen Entwickelten. Dementsprechend gingen um bereits 12 Uhr lokal die ersten Überlandflieger los und um 13:15 dann der 21-Cup. Für die etwas besseren Flieger ging es in den Münsterländer Raum. Günther und Ralf Westhoff versuchten es im Dreieck um Münster. Felix, Klaus und Lukas mit Thomas versuchten auf der Windachse zum Rhein zu fliegen. Ralf und Günther waren ordentlich am Kämpfen, wobei Günther bei der Route knapp der Motornutzung entkam. Sie taten sich schwer quer zur Windrichtung richtig schnell zu werden und waren häufig tief. Beide schafften es aber wieder nach Oerlinghausen mit gut über 300km. Die anderen welche sich an der Windachse Orientierten kamen besser voran. Vorneweg Lukas und Thomas mit der EB28. Die leichten Aufreihungen waren perfekt um wenig zu kreisen und vergleichsweise schnell gegen den Wind voran zu kommen. Ab Ahlen wurde es wie gewohnt etwas schwieriger und bei Borkenberge wurde es kurz einmal recht gut. Dann aber ein wenig Ernüchterung: Desto weiter es gen Westen geht desto mehr Warmlufteinfluss merkte man. So schafften die 2 es noch bis an Rhein, drehten um und mit knapp 30 km/h Rückenwind ging es schnell wieder nach Oerlinghausen. Was haben jetzt aber eigentlich unsere 21-Cup Teilnehmer gemacht? Sie haben lange gewartet in der Hoffnung, dass das Wetter besser wird. Das wurde es auch Zeitweise. So stellte sich heraus, dass ein Abflug um nach 15 Uhr recht vorteilhaft sein sollte.  Besonders schwer war gleich die erste Wende in Detmold die alle erreichten und sich über Oerlinghausen weiter nach Borgholzhausen arbeiteten. Dabei landete die 9F Crew in der nähe Uni Bielefeld. Die ST Crew verfehlte dann knapp die Wende in Borgholzhausen, kamen aber in Oerlinghausen wieder an. Am schnellsten war die R1 (Uli und Christa) mit 56,2km/h, was bei dem Wetter und dem Wind schon ein ganzes Stück Arbeit war.

Kommen wir nun zum Sonntag. Dort übernahm Lukas das Wetterbriefing. Eine spannende Wetterlage mit der Gefahr von zu viel Feuchtigkeit aus dem Norden und Restfeuchte von der durchgezogenen Kaltfront. Zwei Richtungen wurden Ausgelobt. Einmal ein Heide Dreieck erst nach Achmer/Lingen, dann Lüneburg/Höpen, danach Richtung Leipzig oder als zweite Möglichkeit ein Jojo nach Achmer und dann in Richtung Leipzig/Dresden. Die Flächige Variante war die etwas Beliebtere. Es ging auch etwas früher los, sodass man bereits kurz nach 11 starten konnte. Der Beginn war sehr Mühselig überhaupt wegzukommen. Man merkte die kräftige Feuchte und unrundes Steigen. So wurde sich eher langsam nach Achmer vorgearbeitet. Dort waren alle soweit noch recht gut zusammen. Dann trennten sich die Wege. Lukas der diesmal mit Benedikt unterwegs war drehte auf den Kurs Lüneburg. Der Rückenwind schob schon deutlich und es war zwar immer noch Arbeit, es ging allerdings voran. Allerdings waren sie erst um 14:30 in Lüneburg und von den angepeilten 670km waren noch 400km über und der Tag zumindest zur hälfte vorbei. Der 54ger Schnitt am Anfang hat schon gedämpft. Ein Blick auf den Stundenschnitt zeigte dann doch seit Einflug in die Lüneburger Heide einen 125ger Schnitt und die Aufreihungen haben sich auch langsam Strukturiert, der Schenkel nach Zerbst sollte zudem im Rückenwind liegen bei 25km/h auch nicht unwichtig. Also erstmal weiter schauen, abbrechen geht ja immer noch. Die Zielsetzung war dann, wenn es realistisch um 16 Uhr wäre in Zerbst zu sein müsste es in 2h gegen den Wind schon gehen. Es lief dann die Elbe runter so gut, dass die Wende in Zerbst um 15:48 umrundet war und es Richtung Oerlinghausen weiter ging. Auch auf dem Schenkel standen die Aufreihungen recht passend. Mal musste man etwas weiter nach Süden verlagern, wenn dann doch mal gekreist werden musste waren Steigwerte von gut über 2m/s auch keine Seltenheit. Dadurch war auch ein Heimflug kein Problem. Kurzer Blick auf das Sat-Bild zeigte auch die 800km wären sicher möglich. So verlängerten die beiden und landeten um kurz nach 7 mit 800km und der erfolgreichen Umrundung der 670km FAI. Was bis Lüneburg noch Aussichtlos erschien. Dabei sammelten die beiden 209,9pkt. Christian hingegen entschied sich für die Variante 2 das Jojo Achmer, Bad Frankenhausen. Er musste nicht solange gegen den Wind kämpfen und brachte den Ventus ordentlich ins Gleiten. Auf 2h legt er 250km zurück. Auch er verlängerte am Ende auf knapp unter 700km mit 191,74km für den TSC. Der dritte im Bunde war Leon Bohnenkamp welcher deutlich später als die anderen 3 Startete und ein der Zeit angepasstes Dreieck Meppen, Hodenhagen angemeldet hatte. Durch den späten Start sparte er sich die für die anderen Mühselige Stunde und konnte gleich richtig Gas geben. Auf dem Weg zwischen Meppen und Hodenhagen konnte er richtig Gas geben, die Aufreihungen standen nahezu perfekt auf den Schenkel und so flog er auf 2h eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 116km/h. Am Abend verlängerte er ebenfalls unter der sehr gut Entwickelten Aufreihung am Teuto auf knapp unter 600km. Dabei erreichte er für den TSC 184,95pkt. Auch alle anderen waren nach dem schwierigen Start sichtlich zufrieden.

Für die Bundesliga habe ich das ja bereits oben etwas Vorweg genommen lief es ebenfalls sehr gut diese Runde. So landeten wir auch dank des guten Mix zwischen Geschwindigkeit und guten Deklarationen auf dem Rundenplatz 3 und damit stiegen wir Gesamt 5 Plätze nach oben auf den Platz 10. Somit sind wir vorzeitig nicht Abgestiegen und hätten die Möglichkeit am letzten Wochenende noch eine Einstellige Gesamt Platzierung zu erreichen. Wie letztes Jahr konnten wir trotz schleppenden Start uns wieder Hervorragend in dem oberen Drittel festsetzen.

In der TSC Wertung sieht es ganz danach aus als wenn dieses Jahr Günther den Gesamtsieg macht. Ein Platz unter den Top 3 ist ihm aber schon sicher. In der Runde sieht es dann wie folgt aus:

Platz 1: Lukas Brune 209,9pkt

Platz 2: Christian Lang 191,74pkt

Platz 3: Leon Bohnenkamp 184,95pkt

Einen großen Glückwunsch auch an unsere Erfolgreichen Wettbewerbspiloten, nun ist ja die Quali Zeit vorbei und Voraussichtlich 4 Piloten können uns im nächsten Jahr auf den Deutschen Meisterschaften Repräsentieren.