„Redlining the Ridge „ nannte es Karl Striediek in den Appalachen (Neuengland, USA) aber Vollgas kann man auch bei uns am Hang geben.
Der Segelflugwetterbericht wird wegen fehlender Thermikentwicklung nur verkürzt ausgegeben…
Normalerweise hat sich die Fliegerei damit erledigt. Aber nicht, wenn an der Südflanke eines Sturmtiefs lebhafte Südwestströmung herrscht und wie bei uns die Hänge des Weserberglandes passend im Wind stehen. Unsicher ist dann nur noch, wann der heranziehende Regen den Flugtag beendet.
Am Sonntag passte alles. Im Südwesten bescherte ein Ausläufer des Azorenhoch an der schwäbischen Albkante beste Bedingungen, die unsere Kollegen dort zu schnellen Flügen nutzten.
Bei uns sammelten sich auf den Startplätzen entlang der Rennstrecke von Wiehen-, Wesergebirge, Süntel und Ith wieder die üblichen Verdächtigen aus Boberg über Burgdorf und Celle bis Leverkusen um noch einmal richtig zu punkten.
Und das Wetter hielt, der Regen kam erst am frühen Abend. Den Maßstab, was am Hang alles möglich ist, setzte wieder einmal Reinhard Schramme vom LSV Rinteln, der vor seiner Haustür im Arcus M ohne einen Kreis brutto mit 137 km/h (124 Pkt) unterwegs war, wozu die hohe Flächenbelastung des Arcus sicherlich förderlich war.
Aber auch unsere Hangspezialisten schlugen sich wacker. Tobias Blaum, der beklagte, kein Wasser getankt zu haben, war der schnellste mit 115,48 Pkt, dicht gefolgt von Christian S. Lang 111,00 Pkt und Michael Elvermann 108,35 Pkt. Insgesamt 334,84 Pkt sind ein Superergebnis. Das wurde mit dem 5. Rundenplatz belohnt. Vor der letzten Runde haben wir als 21. ein Polster von 12 Punkten auf den ersten Abstiegsplatz. Wir haben es also selbst in der Hand, entspannt aber konzentriert den Klassenerhalt zu sichern.
Erste Entscheidungen sind schon gefallen. Burgdorf sicherte sich vorzeitig die Meisterschaft – herzlichen Glückwunsch – und die ersten Absteiger stehen auch fest.
Auf geht´s in die letzte Runde.
Pauli