Eine Aufregende Runde 3 liegt hinter uns. Das Wetter sollte erstmals dieses Jahr an beiden Tagen gut fliegbar sein. Durch das lange Wochenende hatten bereits einige Piloten Donnerstag und Freitag die Gelegenheit zu fliegen. Insgesamt eine gute Aussicht für das Wochenende.

Am Samstag sollte es zwar etwas problematisch mit Überentwicklungen sein, aber die Erfahrung aus den 2 Tagen zuvor war, dass die Prognose dort etwas zu Pessimistisch war. So auch am Samstag, ein paar Piloten entschieden sich aufgrund der Vorhersage den Samstag zu pausieren, aber viele Flogen trotzdem. Es wurde um ca. 12:30 von den ersten Streckenfliegern gestartet. Die Allgemeine Flugrichtung ging nach SW zunächst ins bereits gut Entwickelte Sauerland. Unser Junior Eric Kortemeier entschied sich für ein ca. 485km Ziel-Rück in die Süd-Eifel. Dort war er sehr schnell unterwegs und schaffte einen 105er Schnitt auf 2h. Insgesamt sammelte er durch die Anmeldung des Ziel-Rück Fluges 153,99pkt für die TSC-Wertung und wichtige Punkte für die DMSt-Bundesliga. Dicht gefolgt von seinem Vater Oliver Kortemeier der sich gegen ein Ziel-Rück entschieden hat und bei Betzdorf einen Kurs in Richtung Nördliche Röhn und dann wieder nach Hause. Er brachte 142,26pkt nach Hause. Alle anderen Piloten wählten einen ähnlichen Weg wie Familie Kortemeier. Damit hatten wir am Samstag bereits einen guten Start in die Runde 3 hingelegt.
Sonntag sollte allerdings auch noch einmal gut flliegbar sein, sogar etwas großräumiger als der Tag zuvor. Nachdem das Wetterbriefing im AL abgeschlossen war, war die Flugrichtung auch klar. Erst in den Harz und dann in die Lüneburger Heide. Der Beginn des Tages war allerdings deutlich spannender als am Tag zuvor. Es dauerte sehr lange bis die ersten Flieger gut 800m über Oerlinghausen hoch war. Für die Ambitionierten Strecken musste allerdings recht zeitig gestartet werden. Felix Huttel und Lukas Brune machten mit den beiden Turbos den Beginn und krochen bei noch sehr schwacher Thermik im Blauen nach Detmold, aber die ersten Fetzen waren bereits zu erkennen bei Blomberg. Bis dorthin war es aber sehr zäh und beide fanden sich im Bereich um Detmold mehrmals in gut 400m über Grund wieder, nahezu die Höhe fürs ziehen vom Triebwerk. Kurz vor Blomberg merkte man aber die Luftmasse beginnt sich besser zu bewegen! Also weiter zu den Wolken! Hinter Bad Pyrmont war es dann soweit, endlich Wolken und Aufreihungen. Am Kraftwerk Grohnde und Bad Gandersheim noch ein paar Vorsichtskreise, dann waren wir schon im Harz. Dort stand bis zur Angepeilten Wende Oberrissdorf eine Aufreihung. Ohne Kreis ging es gegen den Wind also bis dorthin. Ein Aufmerksamer Blick Richtung Norden ließ schon vermuten: Es wird in die Heide nicht ganz einfach. Die etwas später Gestarteten flogen nicht soweit nach Osten, sondern lediglich bis Ballenstedt. Ein letzten guten Bart konnte man im Harz noch Kurbeln, dann war erstmal etwas Vorsicht gefragt. Dank des Rückenwindes ging es trotzdem recht Fix voran, aber die Sprünge zwischen den Wolken waren recht groß. In der Heide angekommen, wurde Lukas dann gleich mit einem 3,7m/s Bart begrüßt, was eine Freude. Mit viel Geschwindigkeit ging es weiter zur zweiten Wende Hoepen ging. Inzwischen waren nur noch 4 Flieger auf der geplanten Aufgabe unterwegs: Lukas, Felix, Christian und Jan waren die einzigen die es unbedingt schaffen wollten, der Rest hatte sich im Harz etwas schwerer getan und sich bereits für ein Ziel-Rück oder Jojo entschieden. Nach Hoepen wurde es aber für die 4 auch etwas anstrengender. Die Thermik wurde etwas schwächer und der Wind schien zu zunehmen, keine gute Kombination. Bis Nienburg ging es dann noch recht Problemlos, dann sackte die Basis auf gut 1000m über Grund ab von zuvor 1500m. So ging es langsam und vorsichtig weiter die Weser runter. Lukas war inzwischen etwas weiter vorne, aber es ging nicht mehr über 800m über Grund. Nachdem dann bereits Jan und Felix den Motor ziehen mussten. Ging es auch für Lukas ab Porta Flugplatz nicht mehr ohne Motor weiter. 400m haben gefehlt. Christian der sich mit dem Ventus ohne Motor in die Reisegruppe verirrt hat, musste dann leider auf einen Acker landen. Die Mühen wurden Allerdings belohnt. So erflog Lukas 157,18pkt für den TSC, Christian auch noch 152,44pkt.
Für die DMSt-Bundesliga konnten wir erstmals ganz gut Punkten. Der Samstag war für die Strecken Punkte der bessere und der Sonntag hat uns gute Geschwindigkeitspunkte gebracht. Super Arbeitsteilung! Belegt haben wir den Rundenplatz 11 und rutschen damit auf dem gesamt Platz 19 hoch. Also erstmal kein Abstiegsplatz mehr!

Im TSC sieht das Rundenergebnis wie folgt aus:
Platz 1: Lukas Brune 157,18pkt
Platz 2: Eric Kortemeier 153,99pkt
Platz 3: Christian Lang: 152,44pkt